KatiH hoffte am 10. August 2006 19:45
> Vor 10 Jahren wurde das gleiche von Windows behauptet. Die Leute
> haben es geglaubt, sind erstmal auf die Nase gefallen und haben -
> zusammen mit Microsoft - gelernt. Heute bestreitet niemand mehr, dass
> man auch (kleine) Server mit Windows betreiben kann.
>
Da gaebe es doch noch so kleine Probleme aus der Praxis:
1) Beispiel:
Win2k3 (keine Data Center Edition), MS-SQL-Server, Navision:
Natuerlicher Verbund zweier Tabellen groesser 2GB.. Bringt die Kiste
zum Stillstand. HAben die Tablenne mehr als 2G Zeilen, dann steht die
Kiste….
2) Patchdrama u.a. fuer DATEV: Die MS-Sicherheitspatches erfordern
ggf. mehrfach einen Neustart. Wie sieht hier die erreichbarer
Verfuegbarkeit (und Zuverlaessig) aus verglichen mit einer /390 und
zOS?
> > Über die Eignung von x86 als Fat Client, der gern mal abstürzen darf,
> > habe ich gar nix gesagt. Denn genau das ist der Einsatzzweck von x86.
>
Aber auch da fluchen die Leute, falls ihre Arbeit beschaedigt wurde
(z.B. CAD und Datenbasen).
> Das ist der Ursprung von x86. Aber die heutige Bandbreite geht schon
> deutlich weiter, von der Appliance bis zum relativ dicken Server.
>
Ja, tun wir halt auch. ISt aber wirklich nicht gut….
> > In dieser Form mag das stimmen. Nur Linux ist dafür kein Ersatz…
>
> Und warum bietet IBM dann ausgerechnet Linux als Alternative zum zOS
> an?
Liebe KatiH, ohne zynisch sein zu wollen: als abschreckendes Beispiel
ODER um den Kunden langfristig zu binden. Soweit ich die Arbeiten von
IBM bzgl. Linux kenne, hat IBM immer sehr viel Aufwand in die eigene
CSS gesteckt, welche Linux auf den Architekturen unterstuetzt, und
sehr wenig in Linux selbst.
Die von IBM gesponserten Zertifizierungen der Distributionen von SuSE
stuetzen sich alle auf IBM-Software,und wurden zusammen mit dieser
zertifiziert. Ohne diese sind die Zertifikate gegenstandslos (und
entsprechend Zertifizierungsbericht des BSI eh nicht uebertragbar).
mfg HA
liebe. fällt mir kein vernünftiger Grund ein, diesen Compiler zu nutzen.
Mir schon.
> Es mag technisch interessant sein und für Personen/Unternehmen, die
> der Ideologie des closed source folgen einen gewissen Reiz haben.
Closed Source ist keine Ideologie.
> Aber ernsthaft den Compiler mit dem Argument anzupreisen, dass damit
> eine Migration von LAMP zu WISA (oder wie auch immer mann
> Windows/IIs/SQL-Server/Asp nennen mag), zeugt von einer recht
> merkwürdigen Denkweise.
Nö.
> Es ist einerseits nicht wirklich ein Problem, PHP in den IIs zu
> integrieren und andererseits wäre mir persönlich diese Variante -
> wenn ich schon auf IIs angewiesen wäre - deutlich sympathischer, da
> ich so nicht nur einen auf dem Status QUO basierenden Compiler habe,
> der hintenrum dann auf das Framework zugreift, sondern auch die
> Gelegenheit habe, zeitnah von Bugfixes und Neuerungen zu profitieren.
Mit dem .NET-Compiler für PHP kannst Du aber nicht nur auf das
PHP-Framework href=”http://abnehmen.t-online.de/2008/05/abnehmen-tschuess-liebe/”>zurückgreifen sondern auch auf das .NET-Framework, und
nicht nur auf das, sondern sogar auf sämtlichen .NET-Code.
> Letztlich stellt sich die Frage, welche Risiken hinsichtlich
> Stabilität und Verhaltensweise man mit dem Compiler eingeht und
> welche anderen Nachteile (z.B. den .NET typischen Speicherhunger) das
> mit sich bringt.
.NET ist bereits jetzt stabil, und der Speicherhunger interessiert in
ein paar Jahren keinen mehr. Die Laufzeit dürfte unter .NET besser
sein, da ein Bytecode-Programm sich nunmal wesentlich schneller
interpretieren lässt als ein PHP-Programm.
> Ja. Alternativ kann man schon recht lange .NET Assemblies auch aus
> PHP heraus nutzen (ob komfortabel sei mal dahingestellt - es geht
> aber).
Die Performanz ist unter aller Sau. Ausserdem mag nicht jeder
in gewachsenen Strukturen sich abstruse Proxy/Caching-Systematiken
ausdenken. Wenn man mit PHP angefangen hat (kenne ich viele
mit ihren Prototypen), und dann in seiner Umgebung auf ASP
umsteigen will, ist das ein erstmöglicher Schritt.
Ich bin da meist eher für das Wegwerfen und neuschreibens, aber
bei vielen Buden da draussen ist sowas “vernünftiges” unmöglich.
> Das wage ich zu bezweifeln. Abgesehen davon: Was spricht dagegen, den
> PHP-Interpreter in den IIs einzuklinken? Geht wunderbar und bedeutet
> i.d.R. weniger Stress.
Ist unter Umständen weniger performant und erfordert wieder eine
“Technologiefremde” Struktur. Das wäre nur eine temporäre Lösung,
bis man das alles umgesetzt hat.
Klar will Redmond hier eine Zielgruppe einfangen, aber ich weiss
von einige Leuten die das im September sich ansehen werden; ob
ihrer internen Portalspielwiesen.
> Gut. Was spricht dagegen für die PHP-Anwendung einen Apache zu
> installieren und ihn per Reverse-Proxy über den IIs zu nutzen? Oder
> umgekehrt ?
Nicht alle Menschen finden es gut, sich irgendwo irgendwie
Software zu besorgen (”nur weil sie kostenlos ist”) und sie
irgendwo irgendwie zu installieren, nach dem Motto:
“Linux Heft CD rein, ich bin sicher von Hackern und Bugs!!”
Apache ist ein Monster, das man zu zähmen wissen muss. Nicht
jeder will für Konfigurationsfehler oder fachliches Nichtwissen
seinen Kopf hinhalten müssen, nur weil er der Einfachheit halber
mal eben “schnell was gelöst” hat.
> dafür bezahlen. Und hier ist es ein Dienst am Kunden, ihm den
> Quellcode zu überlassen. Damit kein Schindluder betrieben wird gibt
> es z.B. Non-Disclosure Agreements, die sich bei Bedarf auch
> durchsetzen lassen.
Ausser natürlich man schreibt Wegwerfkomponenten für einen
abgeschlossenen .ASP-Markt, wo die Leute - nicht wie bei Apache
Myfaces oder PHP - mangels wissens gerne mal 1500
liebe> > Warum bieten die PHP-Erfinder ZEND an?
> > Und verdienen sogar noch dick daran?
> > Grundlos?
>
> ZEND ist das Unternehmen der PHP Erfinder. PHP bietet kein ZEND an.
> Dieser Satz ist also Unfug.
Korinthenkacker.
> Angeboten wird der Compiler für die
> Unternehmen, die glauben, dass sie ihren Quellcode verstecken müssen.
> Aus keinem anderen Grund, da er nachweislich so gut wie keinen
> Performance-Vorteil oder sonstige Benefits bringt.
Unsinn. Natürlich bring der Zend-Compiler/Optimizer etwas.
Siehe:
http://www.webmonkey.com/webmonkey/99/51/index3a_page2.html?tw=progra
mming
Hast Du Belege für Deine These?
> > Vorteil: Keine Quelltexte in der Produktion, schneller (wäre zu
> > prüfen, ist aber wohl sehr warscheinlich), sicherer dank .NET (keine
> > Buffer Overflows, CAS), als PHP direkt im IIS.
>
> Diese Argumentation ist Käse.
Es ist immerhin eine.
> Erstens: Kein Kompilat ohne Quellcode.
Hä? Ich unterscheide zwischen Entwicklung und Produktion.
Auf der Produktion draußen ist niemals Quelltext zu finden.
Bringt vielleicht nicht viel mehr an Sicherheit, aber ein klein wenig
mehr.
> Zweitens ist .NET ebensowenig vor noch unbekannten Exploits geschützt
> wie PHP.
Hä? Du weißt offensichtlich nicht, um was es geht und was
Buffer-Overflows sind.
Ignoranz hilft hier nicht weiter.
liebee ich auch nichts gegen wenn Klobürsten miteinander glücklich
> werden.
das kam irgendwo in den tiefen dieser kommentarstruktur… ich musste
doch arg schmunzeln.
sicher dass alle chatter klobürsten sind? es stimmt schon, manche
klischees treffen nachwievor zu und insgesamt sind chattervereinigungen
recht nerd-lastig, aber die ausnahmen bestätigen immerhin die regel…
und mehrere frustrierte kumpels, die mit ihren superscharfen
one-night-stands nicht glücklich wurden, manipulieren die statistik nur
zu chatters vorteil ;-).
ich bin jedenfalls sehr happy mit meiner beziehung (per zufall über icq
kennengelernt, sie ist ganz sicher keine klobürste
ich übrigens
auch nicht, wers nicht glaubt kann ja ein bild anfordern, mailaddy
steht oben *lol* [nein, das ist nicht der typische “bitte schreib mir
ne mail, ich bin einsam” trick])
der knackpunkt ist eigentlich der, dass man nicht extra auf
partnersuche gehen sollte, das klappt vermutlich weder in der disco
noch im chatroom. auf diese art bekommt man nur besagte
one-night-stands (sehr einfach IMHO und auf dauer sehr schädigend),
aber nichts dauerhaftes.
Liebe Freunde von Gewerkschaften,
nicht nur bei der SAP sondern auf in anderen Unternehmen OHNE
Gewerkschaften gab es in den letzten zehn Jahren Gehaltsanpassungen,
von denen “gewerkschaftsgeführten” Unternehmen nur träumen konnten.
Während Ihr euch 1999 um 3 oder 4% gestritten habt um 1,5% zu
bekommen, stritt man sich bei dem Softwarehaus, in dem ich damals
gearbeitet habe, um 7% mit Sonderzahlung oder 7,5% ohne
Sonderzahlung.
Wenn man sich heute die Branchen ansieht, die beginnen sich wieder zu
berappeln, eben weil sich schon zu Beginn des neuen Jahrtausends
wieder die 40 Stunden Woche ohne ein Murren der AN eingeführt haben,
dann fällt schon auf, das sie fast alle nicht gewerkschaftlich
Orgarnisiert sind.
Es gibt Branchen, dort sind die Arbeitnehmer mündig genug sich selbst
um ihre Belang zu kümmern und brauchen dazu keine Gewerkschaften.
Gewerkschaften sind nicht verkehrt, das derzeitige Modell, das aus
der Jahrhundertwende des vorheriogen Jahrhunderts stammt, gilt es zu
überdenken. Das Votum der SAP-Mitarbeiter - alles mündige Bürger und
zu 60% mit akademischen Grad - spricht eine deutliche Sprache.
Wie war das noch vor einigen Jahren mit den “Computerindern” - heute
spricht keiner mehr davon. Wie war das noch mit dem Outsourcing in
den Ostblock oder nach Asien - heute kehren viele Unternehmen der
IT-Branche (Ausnahme IBM) wieder zurück.
liebe > … fällt mir kein vernünftiger Grund ein, diesen Compiler zu nutzen.
>
> An sich mir auch nicht, wenn ich .NET nutzen will, nehm ich dafür
> auch eine ausgewachsene .NET-Hochsprache.
Ja. Alternativ kann man schon recht lange .NET Assemblies auch aus
PHP heraus nutzen (ob komfortabel sei mal dahingestellt - es geht
aber).
> Wenn man aber seine Systemlandschaft generell umstellt (was seit
> .NET/ASP.NET sehr oft passiert) kann man so problemlos und mit
> einigen Vorteilen ältere PHP-Apps noch mitschleifen, die eh nicht
> mehr weiterentwickelt werden.
Das wage ich zu bezweifeln. Abgesehen davon: Was spricht dagegen, den
PHP-Interpreter in den IIs einzuklinken? Geht wunderbar und bedeutet
i.d.R. weniger Stress.
> Nicht generell, dafür kann es schon Gründe geben.
Mir fällt keiner ein. Vielleicht fehlt mir die erforderliche
Phantasie
> > Es ist einerseits nicht wirklich ein Problem, PHP in den IIs zu
> > integrieren
>
> Problem nicht … aber hast du schon mal die Performance von PHP
> unter Apache und IIS verglichen? PHP auf IIS ist schlichter Unfug.
Gut. Was spricht dagegen für die PHP-Anwendung einen Apache zu
installieren und ihn per Reverse-Proxy über den IIs zu nutzen? Oder
umgekehrt ?
> Was bitte ist an Closed Source “eigenwillige Geschäftspolitik”?
> Genauso könnte ich Open Source als eigenwillig bezeichnen. Die Zeit,
> die ich in Codeentwicklung investiere, habe ich nicht gestohlen. Wenn
> ich *für einen speziellen Kunden* entwickle ist das etwas anderes -
> aber wenn ich zB ein allgemein verfügbares Programm veröffentliche,
Ein allgemein verfügbares Programm ist Freeware und sollte (das
gehört IMHO zum guten Ton) auch mit Quellcode veröffentlicht werden.
Alles andere ist nicht allgemein verfügbar, sondern nur für die, die
dafür bezahlen. Und hier ist es ein Dienst am Kunden, ihm den
Quellcode zu überlassen. Damit kein Schindluder betrieben wird gibt
es z.B. Non-Disclosure Agreements, die sich bei Bedarf auch
durchsetzen lassen.
> da will ich bei der aktuell so gesellschaftsfähigen Piratenmentalität
> in der IT es nicht allzu einfach machen, meine Libraries und
Da ist es wieder, das Zerrbild vom potenziell kriminellen Kunden. Du
arbeitest nicht zufällig bei der Musikindustrie?
> Funktionen anderen Entwicklern unfreiwillig zur Verfügung zu stellen,
> die dann evtl. damit auch noch Geld verdienen.
Wie schlimm. Wenn ein anderer Entwickler eine Funktion klauen will
oder verstehen will, wie sie implementiert ist, dann wird er einen
Weg finden, das herauszubekommen. Ansonsten ist diese Argumentation
bei den allermeisten Entwicklern udn Firmen auf maßlose
Selbstüberschätzung zurückführbar.
> Gerade bei großen Bibliotheken und Projekten bringt die Compilierung
> ganz entscheidende Performance-Vorteile. Den Quellcode kannst du
> deinem Kunden ja trotzdem noch geben.
Nicht bei PHP - da arbeitet man nicht mit großen Bibliotheken (oder
was ist bei Dir Groß?) Und von Performancevorteilen bei
PHP-Kompilaten habe ich bisher noch nichts gehört - aber das kann ja
noch werden und dann nehme ich diesen Part gerne zurück.
Grüße
OxnoxO
liebe gibt Branchen, dort sind die Arbeitnehmer mündig genug sich selbst
> um ihre Belang zu kümmern und brauchen dazu keine Gewerkschaften.
Ich bin wirklich kein Freund von Gewerkschaften aber was Du hier von
Dir gibst, ist doch ziemlich arg. In der bestehenden Rechtslage (ob
man sie gut findet oder nicht, sei dahingestellt) hast Du als
Arbeitnehmer wenig Chancen, Dich im Zweifelfall wirkungsvoll zu
wehren. Zum anderen gibt es klare Bestimmungen, welche Form von
AN-Vertretung welche Rechte hat. Und z.B. ein Betriebsrat darf nun
mal keine Tarifverhandlungen führen. Ob das sinnvoll oder nicht,
steht auf einem anderen Blatt. Kurzum: Solange der Laden brummt,
kommt man ohne Gewerkschaften und BR aus. Aber wehe den Angestellten,
die in Kriesenzeiten ohne auskommen müssen. Ich habe bis vor einigen
Jahren in einer IT-Firma eines Familienunternehmens gearbeitet, in
dem es immer hies, dass wir uns alle lieb haben und doch überhaupt
keinen BR brauchen. Arbeitszeiten von bis zu 7
istenschwein.de/blog/2008/02/20/lieber-d/”>liebet. Was spricht dagegen für die PHP-Anwendung einen Apache zu
> installieren und ihn per Reverse-Proxy über den IIs zu nutzen? Oder
> umgekehrt ?
Dass es mit “.NET PHP” schneller, einfacher und in der Ausführung
performanter funktioniert, und man das ganze auch noch perfekt mit
anderen .NET Anwendungen integrieren wird können falls gewünscht?
> Ein allgemein verfügbares Programm ist Freeware und sollte (das
> gehört IMHO zum guten Ton) auch mit Quellcode veröffentlicht werden.
Dann nennen wir es halt “allgemein erwerbbare Software”.
> Und hier ist es ein Dienst am Kunden, ihm den
> Quellcode zu überlassen.
Ich halte andere Dienste für wesentlich wichtiger, als einem Kunden
den Quellcode zu überlassen, mit dem die meisten ohnehin nichts (oder
bestenfalls nichts sinnvolles) anzufangen wissen. Wenn er reinschauen
will, soll er Reflection verwenden.
> Da ist es wieder, das Zerrbild vom potenziell kriminellen Kunden. Du
> arbeitest nicht zufällig bei der Musikindustrie?
Falsch. Der Kunde bekommt faire Lizenzbedingungen die v.a. auf einem
gegenseitigen Vertrauensverhältnis beruhen.
Wichtig ist mir aber, dass der Code nicht für andere Projekte
weiterverwendet wird. Auch nicht die grundlegenden Ideen zu Prozessen
oder Abläufen die man sich in aberdutzenden Stunden Designarbeit
überlegt. Wenn er Einsicht in den Quelltext haben möchte, dann wird
dafür auch ein entsprechend anderer Preis fällig sein. Wenn er den
Quellcode selbst verändern möchte, auch. Und wenn er Libraries für
eigene Projekte verwendet die er weiterverkauft, ist ebenso über
spezielle Royalty-Free-Lizenzen zu verhandeln.
Es ist am Ende eine Preis-Frage. Aber für 100 Euro verkaufe ich nicht
den Quellcode mit, auch keine uneingeschränkte Einsicht.
Ausnahme wie gesagt wenn ich ein Projekt nur für einen speziellen
Kunden in Auftrag entwickle.
Dadurch wird niemand kriminalisiert. Du sperrst doch auch deine
Wohnungstür ab, ohne dass du deine Nachbarn deswegen gleich
kriminalisierst. Aber offener Quellcode ist wie eine offene
Wohnungstür: es verleitet sehr schnell dazu, “halt eben kurz mal
nachzusehen, wie der das gelöst hat”. Ein CLR-Programm ist keine
große Schranke, aber es macht es nunmal auch nicht so einfach, auf
Ideenklau zu gehen.
> Wie schlimm. Wenn ein anderer Entwickler eine Funktion klauen will
> oder verstehen will, wie sie implementiert ist, dann wird er einen
> Weg finden, das herauszubekommen.
Und er wendet dafür seine Arbeitszeit auf. So wie ich Bücher gekauft,
Kurse bezahlt und Zeit investiert habe, um mein Programm optimal zu
designen. Warum soll ich das anderen, die ebenso kommerzielle
Interessen verfolgen, einfach vor die Füße legen?
Ich halte es für am sinnvollsten, zB sein Wissen über Newsgroups zur
Verfügung zu stellen oder Wikibooks zu unterstützen.
> Ansonsten ist diese Argumentation
> bei den allermeisten Entwicklern udn Firmen auf maßlose
> Selbstüberschätzung zurückführbar.
Ich zweifle nicht dass es andere genausogut wie ich oder besser
hinbekommen. Das hat nichts mit Selbstüberschätzung zu tun. Aber zu
verschenken hab ich nunmal nichts. Ich habe Mitarbeiter zu bezahlen
die sich gewisse Dinge ausdenken, die ansonsten jemand anders in 1
Stunde dank “Quellcodehilfe” herausen hat.
> Und von Performancevorteilen bei
> PHP-Kompilaten habe ich bisher noch nichts gehört - aber das kann ja
> noch werden und dann nehme ich diesen Part gerne zurück.
Aber natürlich bringt das Performance-Vorteile. Einmal JIT-kompiliert
liegt die .NET-Website in Maschinencode vor und jede Seite wird bei
jedem Aufruf in Maschinencode abgearbeitet. Bei PHP “classic” muss
jedesmal von neuen interpretiert werden.
“Mattscheibe” von Jürgen Bertram. Da kommt man aus dem Staunen nicht
mehr heraus, wie die öffentlich-rechtlichen zum Spielball von Politik
und Wirtschaft geworden sind, und solche Editwars in der Wikipedia
wundern einen gar nicht mehr. Auch die Kämpfe zwischen SPD und CDU
sind in den Rundfunkanstalten anscheinend seit ihrer Gründung Gang
und Gäbe.
Auszüge:
“‘Die Gefahren einer parteipolitischen Einflussnahme’, befürchtet
Greene [Verantwortlicher der britischen Besatzer für die Gründung des
ÖR-Rundfunks] in seiner Abschiedsrede, ’sind etwas versteckter und
heimtückischer, und es gibt wahrscheinlich in allen Parteien
kurzsichtige Menschen, die für ihre eigene Partei die Vorherrschaft
im Rundfunk wünschen.’”
(Adenauer, 50er Jahre): “Der Rundfunk sei eine ‘Hinterlassenschaft
der britischen Besatzung.’ (…) Die Briten, so der rheinische
Machtmensch, hätten den Sozialdemokraten einen zu großen Einfluss
verschafft, ‘und an dieser harten Nuss knabbern wir heute noch. Aber
ich hoffe, dass diese Nuss geknackt wird…’ ”
(ca 70er Jahre) “Nun ist die SPD-Spitze allerdings durch eine Gruppe
von NDR-Kollegen verwöhnt, die in regelmäßig tagenden
‘Freundeskreisen’ beratschlagen, wie man sozialdemokratische
Positionen möglichst geschickt im Programm platziert und wie man
geräuschlos die attraktiven und damit lukrativen Proporz-Posten unter
sich aufteilt. Wenn die CDU ihre Leute in die Anstalten schleust, so
ihr Argument, dann müsse die SPD dagegenhalten. Taktisch klingt das
sogar plausibel. Für das Programm ist es verheerend.
(…)
Beim NDR sind die Redakteuere, di e der CDU angehören (…), damals
in der Minderheit. (…) Beide politischen Gruppierungen existieren
nebeneinander her, beobachten sich misstrauisch, kommunizieren nur
miteinander, wenn es unbedingt sein muss. Heute würde man sagen, sie
leben als Parallel-Gesellschaften unter einem Dach.”
“Für die beim NDR in Loktedt angesiedelte Redaktion ARD Aktuell (…)
produziere ich einen Beitrag über einen norwegischen
Kriegsdienstverweigerer, der wegen seiner Haltung vor einem Osloer
Gericht steht. Der neue, dem CSU-Lager zuzurechnende
Aktuell-Chefredakteur Edmung Gruber (…) liest aus meinem Text
Sympathie für den jungen Mann heraus. Im Stile eines
Verfassungsschützers befragt er mich in seinem Dienstzimmer nach
meiner politischen Haltung und meiner Position zum Grundgesetz, und
für den Fall, dass ich mich von dem Angeklagten nicht deutlich
distanziere, droht er damit, die Story zu kippen.”
(Der Spiegel, ca 1984) “Unverfroren haben machtbewußte Politiker
willfährige Parteigänger in Schlüsselpositionen befördert. Jetzt
werden die Folgen sichtbar: Überall in den Redaktionen gedeihen
Einschüchterung und Selbstzensur.”
(Und heute: Marienhof, INSM, etc… Gottschalk zu Product Placement:)
“Nur über diesen Service sei es möglich, Superstars zu engagieren”.
Es sei ihm “doch völlig egal, ob Will Smith eine Audi-Mütze trägt
oder Montoya eine von Mercedes. Huptsache, sie kommen in die Show.
Darauf, nur darauf kommt es an”.
Man fragt sich, wozu man noch GEZ zahlt…
my 2 cents
Stefan