Traum Liebe

25. Mai 2008

Re: Bei aller Liebe … - PHP-Compiler für .NET

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 11:05

istenschwein.de/blog/2008/02/20/lieber-d/”>liebet. Was spricht dagegen für die PHP-Anwendung einen Apache zu
> installieren und ihn per Reverse-Proxy über den IIs zu nutzen? Oder
> umgekehrt ?
Dass es mit “.NET PHP” schneller, einfacher und in der Ausführung
performanter funktioniert, und man das ganze auch noch perfekt mit
anderen .NET Anwendungen integrieren wird können falls gewünscht?
> Ein allgemein verfügbares Programm ist Freeware und sollte (das
> gehört IMHO zum guten Ton) auch mit Quellcode veröffentlicht werden.
Dann nennen wir es halt “allgemein erwerbbare Software”.
> Und hier ist es ein Dienst am Kunden, ihm den
> Quellcode zu überlassen.
Ich halte andere Dienste für wesentlich wichtiger, als einem Kunden
den Quellcode zu überlassen, mit dem die meisten ohnehin nichts (oder
bestenfalls nichts sinnvolles) anzufangen wissen. Wenn er reinschauen
will, soll er Reflection verwenden.
> Da ist es wieder, das Zerrbild vom potenziell kriminellen Kunden. Du
> arbeitest nicht zufällig bei der Musikindustrie?
Falsch. Der Kunde bekommt faire Lizenzbedingungen die v.a. auf einem
gegenseitigen Vertrauensverhältnis beruhen.
Wichtig ist mir aber, dass der Code nicht für andere Projekte
weiterverwendet
wird. Auch nicht die grundlegenden Ideen zu Prozessen
oder Abläufen die man sich in aberdutzenden Stunden Designarbeit
überlegt. Wenn er Einsicht in den Quelltext haben möchte, dann wird
dafür auch ein entsprechend anderer Preis fällig sein. Wenn er den
Quellcode selbst verändern möchte, auch. Und wenn er Libraries für
eigene Projekte verwendet die er weiterverkauft, ist ebenso über
spezielle Royalty-Free-Lizenzen zu verhandeln.
Es ist am Ende eine Preis-Frage. Aber für 100 Euro verkaufe ich nicht
den Quellcode mit, auch keine uneingeschränkte Einsicht.
Ausnahme wie gesagt wenn ich ein Projekt nur für einen speziellen
Kunden in Auftrag entwickle.
Dadurch wird niemand kriminalisiert. Du sperrst doch auch deine
Wohnungstür ab, ohne dass du deine Nachbarn deswegen gleich
kriminalisierst. Aber offener Quellcode ist wie eine offene
Wohnungstür: es verleitet sehr schnell dazu, “halt eben kurz mal
nachzusehen, wie der das gelöst hat”. Ein CLR-Programm ist keine
große Schranke, aber es macht es nunmal auch nicht so einfach, auf
Ideenklau zu gehen.
> Wie schlimm. Wenn ein anderer Entwickler eine Funktion klauen will
> oder verstehen will, wie sie implementiert ist, dann wird er einen
> Weg finden, das herauszubekommen.
Und er wendet dafür seine Arbeitszeit auf. So wie ich Bücher gekauft,
Kurse bezahlt und Zeit investiert habe, um mein Programm optimal zu
designen. Warum soll ich das anderen, die ebenso kommerzielle
Interessen verfolgen, einfach vor die Füße legen?
Ich halte es für am sinnvollsten, zB sein Wissen über Newsgroups zur
Verfügung zu stellen oder Wikibooks zu unterstützen.
> Ansonsten ist diese Argumentation
> bei den allermeisten Entwicklern udn Firmen auf maßlose
> Selbstüberschätzung zurückführbar.
Ich zweifle nicht dass es andere genausogut wie ich oder besser
hinbekommen. Das hat nichts mit Selbstüberschätzung zu tun. Aber zu
verschenken hab ich nunmal nichts. Ich habe Mitarbeiter zu bezahlen
die sich gewisse Dinge ausdenken, die ansonsten jemand anders in 1
Stunde dank “Quellcodehilfe” herausen hat.
> Und von Performancevorteilen bei
> PHP-Kompilaten habe ich bisher noch nichts gehört - aber das kann ja
> noch werden und dann nehme ich diesen Part gerne zurück.
Aber natürlich bringt das Performance-Vorteile. Einmal JIT-kompiliert
liegt die .NET-Website in Maschinencode vor und jede Seite wird bei
jedem Aufruf in Maschinencode abgearbeitet. Bei PHP “classic” muss
jedesmal von neuen interpretiert werden.

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