Re: Linux: Ich liebe es ! - Mandrakelinux 10.0 Community freigegeben
> Übrings habe ich die Erfahrung gemacht, das viele Windows-User Windows
> erwarten, wenn sie
> sich an einen Rechner setzen, egal wie inuitiv und ergonomisch das
> System für ihre Arbeit ist, sie erwarten einfach Windows.
Das kann ich so nicht bestätigen. Bei Windows-zu-Mac-Umsteigern habe
ich bisher noch nie gehört, dass sie ein besseres Windows erwarteten,
sondern ein besseres OS mit besserer GUI (im Sinne von
Benutzbarkeit).
Selbst Linuxer trauen dies anscheinend Linux nicht zu; zumindest
erwartet derzeit niemand, dass die GUI unter Linux besser ist, als
die von Windows oder MacOS X.
> > Wenn das Programm als solches nicht erkannt wird, liegt das am
> > Programm, nicht am User.
>
> Es gibt aber eine Schere zwischen Effizienz und
> Ohne-Doku-Bedienbarkeit. Ein System, was ohne Dokumentation bedienbar
> ist, hat einen Knopf ohne Beschriftung. Wie willst du damit effizient
> arbeiten? Du musst dich schon entscheiden, ob du einfach
> Bedienbarkeit oder Mächtigkeit und Effizienz haben willst.
Es gibt z.B. ganz einfache Usability-Regel. Wenn ein GUI-Element
nicht weitgehend selbsterklärend ist (egal ob mit oder ohne
Beschriftung, hat man einen Fehler bei der Konzeption der GUI bzw.
des GUI-Elements gemacht.
Mächtigkeit hat IMHO absolut gar nichts mit Benutzbarkeit oder
effizienter Bedienbarkeit zu tun.
> Ich habe mir eine Reihe von Perl-Skripten und
> c -Kommandozeilen-Programme geschrieben, die ich in der richtigen
> Reihenfolge aufrufe und die dann meine Arbeit tun. Sie bauen
> Chemische System auf, die werden dann simuliert und ausgewertet,
> anschliessend die Daten visualisiert, entweder als kleines Filmchen
> oder als Datenplatt. Alles mit der Kommandozeile. Du wirst mir keine
> GUI zeigen können, mit der du das auch nur annähernd so effizient und
> flexibel erledigst.
Das hängt immer vom konkreten Problem ab. Bieten die Programme z.B.
standardisierte Schnittstellen? Kann man Plugins einklinken? Geht es
z.B. um eine simple Stapelverarbeitung, könnte man das sicherlich
graphisch realisieren, so ähnlich wie bei vielen Bild- und
Signal-Bearbeitungsprogrammen.
> > > Aber
> > > es ist etwas eigenes und 100 mal mächtiger als jede Einzelanwendung
> > > jemals sein kann. Und sobald man gelernt hat, damit umzugehen, ist es
> > > die effizienteste Methode mit einem Rechner zu arbeiten.
Klar, weil die anderen Tools nicht vernünftig konzipiert sind.
> Eine Kommandozeile ist keine Schreibmaschine. Eine normale Tastatur
> hat 105 Tasten. Wieviele Buttons kannst du sinnvoll in einer Gui
> gleichzeitig darstellen, ohne dass die übersicht verloren geht?
Ein gutes Programm bzw. dessen GUI hat dies üblicherweise auch gar
nicht nötig.
> Vielleicht 20? 30? Dann ist schluss. Also ist doch die
> Informationsdichte der Tastatur viel größer, ergo kann ich auch viel
> effizienter damit arbeiten.
Ne Tastatus hat schon mal gar keine “Informationsdichte”.
> *zuck* Und? Selber schuld. Ein Computer ist komplex, dass BS dadrauf
> nicht weniger.
Ja, aber interessiert den User das zugrundeliegende BS? Nein! (Was
interessiert mich denn der Motore meines Wagens, wenn ich doch nur
damit fahren will.) Und genau aus diesem Grund gibt’s doch GUIs. Ein
Schicht zwischen User und BS bzw. Programmen, die dem User das
effiziente und ergonomische arbeiten mit dem BS und darauf laufenden
Programmen erlaubt.
> Wie kommen die Leute darauf, dass man ein so flexibles
> Gerät ohne Doku intuitiv bedienen kann? Sollen sie sich ne XBox und
> einen DVD-Recorder mit Schnittfunktion kaufen, da haben sie mehr von
> und überfluten das Internet nicht mit Würmern.
Ich kenne die Xbos nicht, aber offenbar klapps da ja doch ganz gut
ganz gut mit der Bedienung der Programme, wieso dann aber nicht bei
PC-Software?
Meine Vorstellung von ergonomischer Software spiegelt sich z.B.
teilweise in Apples iTunes wieder. Simpel zu bedienen, alles sehr
übersichtlich, die Funktionen sind klar voneinander abgegrenzt und
jeweils gut bedienbar.
Das Motto “Simple Models, simple Problems.” wurde hier IMHO
einigermaßen konsequenmt umgesetzt.
> Slackware? Fli4l? *g* Speck sie doch einfach ab, starte die
> Installation im Textmodus, installiere twm, ist noch besser als das
> Win3.11, was die Windows-Alternative wäre.
Derzeit läuft W98SE drauf mit Word97. So wirds wohl auch bleiben.