Wa(h)re Liebe - EMMA-Leserinnen proben den interaktiven …
liebeim Zappen bin ich mal bei der Diskussion Schwarzer mit Veronika
> Feldbusch hängengeblieben. Für richtig doof habe ich die Feldbusch
> noch nie gehalten, aber dass Veronica Feldbusch die Schwarzer verbal
> nach Punkten haushoch besiegt hat, das hätte ich nie gedacht.
Sehe ich eher nicht so. Gerade dort war die Argumentation der
Schwarzer doch schon felsenfest, daß gerade die Feldbusch ein
klassisches Beispiel ist, wie sich Frauen zu einem Lustobjekt in
einer männerdominierten Gesellschaft “hochdienen” können. Da kann die
Feldbusch noch so selbstbewußt sein, wie sie will, die Männer machen
die Spielregeln. Und das war es, was die Schwarzer ankreidete.
> Da ist Kritik an der selbsternannten Erfinderin des deutschen
> Feminismus überhaupt nicht gerne gesehen.
Das gilt nicht nur für die Schwarzer. Auch andere Feministinnen sind
meistens sehr argumentresistent, da kenne ich leider zu viele
Beispiele.
> Was mir allerdings das größte Rätsel ist, ist das Bestreben, die
> eigenen sexuellen Praktiken/Vorlieben (die eigentlich niemanden,
> ausser dem Partner etwas angehen) bei einer, wie auch immer gearteten
> “Obrigkeit” “legitimieren” zu lassen.
>
> Ist das ein Ausdruck von Unselbstständigkeit, mangelndem
> Selbstbewusstsein oder ist das mal wieder “typisch Deutsch” ?
Ich glaube, Du hast den Artikel/die Diskussion nicht ganz verstanden:
Es geht nicht um die Bitte einer Erlaubnis der SMlerInnen, sondern
die Masochistinnen haben ihre sexuellen Praktiken als Beispiel
genannt, daß Sex auch bewußt mit einer devoten Rolle ausgelebt werden
kann, im “normalen” Leben aber die Frau schon emanzipiert auftreten
kann. Es geht nur um die Entkräftung der Pornografie-These der EMMA.
Genauso läßt sich eben auch Pornografie nicht mehr eindeutig in die
Männer-Ecke schieben, da gibt es schon genügend “Von Frauen für
Frauen”-Pornos in allen Varianten und Spielarten.
Bis denne,
label.