jain, 90% Zustimmung - Die dunkle Seite der Liebe
liebe > Gaebe es mehr Maenner wie Dich (ohne Selbstbeweihraeucherung-auch
> > mich) dann gaebe es auch kein fremd gehen.
>
> > Nur als Vorbeugung fuer irgendwelche Poster oder Leser die meinen
> > fremdgehen sei kein Trennungsgrund:
>
> Es kommt drauf an. Jemand zu hintergehen ist einer. Es gibt aber auch
> Paare, wo fremdgehen (oder soll man eher “bekannt gehen” sagen, denn
> mit Fremden würde ich nie einfach ins Bett, das muß schon eine mir
> sehr vertraute Person sein) ok ist, weil es nicht “hintenrum”
> geschieht und deshalb nicht das Vertrauen zerstört.
Jain.
Ich weiss was Du meinst.
Aber die Erfahrung der letzten Dekaden hat gezeigt was diese
“offenen Beziehungen” am Ende bringen. Solange beide schoen,
attraktiv, gut gelaunt, gut versorgt, mit grossem Freundeskreis und
allen erdenklichen Annehmlichkeiten ausgestattet sind laeuft das mal
ne Weile.
Aber am Ende ist es in den meisten Faellen so, das einer am freien
Wochenende allein sitzt, und der andere naechste Woche (oder am
Abend/Urlaub/sonstwowas).
Bei dem Wort ‘Paare’ kann ich Dir nicht widersprechen, aber sehr wohl
bei dem Wort ‘LIEBEspaare”.
Dann tut’s naemlich immer einem von beiden weh.
Diese Art von Beziehungen sind in den ueberwiegenden Faellen sehr
’schoenwetterabhaengig’ .
Wie ich bereits schrieb: Liebe ist eine Menge, das man zufrieden ist
mit dem Partner dem man hat ist dabei ausschlaggebend. Wo soll sonst
die Beziehung/Liebe/Partnerschaft definiert sein? Das man 10
‘geliebte’ Frickfreunde onenightstands hat, und mit dem Favoriten
die Wohnung teilt zum Steuern sparen?
Man muss zu sich selbst sehr erhlich sein und fragen: “hab’ ich
Liebe, oder ficke ich eine(n) gute(n) Freund(in)? - wenn man fremd
geht, drueber nachdenkt, es will, oder wasauchimmer.
Das Konzept stammt aus den Ueberflusszeiten der 60er/70er.
Es gibt Sex, und ‘Liebe machen’.
Bei der Diskussion Sex von Liebe trennen, bzw. Sex ist nicht Liebe,
wird immer wieder ein Detail uebersehen.
Man nahm einst an, Liebe sei geistig, Sex sei koerpeliche Liebe.
Nach 40 Jahren sollten wir gelernt haben: Liebe ist geistig, ‘Liebe
machen’ is koerpeliche Liebe/Vernuegen/Seelische
Befriedung/nachgutduenkenhierhinzufuegen und Sex ist
Sport/Vergnuegen.
WENN man niemanden hat, mit dem man ‘Liebe macht’, DANN kann man
spontan Sex mit jemand anderem haben, keine Frage.
Aber man kann nicht der Person die man liebt und mit der man ‘Liebe
macht’ sagen: “Schatz, da wir Sex mit Liebe machen koennte er besser
nicht sein, aber heut abend fick’ ich woanders.”
- Haaehh? Logik?
Das ist absurd.
Wenn man Beduerfnisse nach jemand anderem hat, dann hat man eine
(bestenfalls gute) Freundschaft mit Vorteilen, aber keine Liebe, egal
wie man sich Liebe definiert/einredet.
Ausserdem mein guter Kalasch, mir faellt was auf hier, (keine
Kritik): Du haelst fremd gehen, wenn es denn ‘bekannt gehen’ ist fuer
legitimirbar, wuerdest aber niemals mit Fremden ins Bett gehen?
Hmmmm, klingt fuer mich sehr sensibel (positiv), heisst wohl aber
auch irgendwo - das gerne so wuerdest wie die Vielficker und es
emotional nicht kannst? (Das zeugt fuer mich von emotionaler
Gesundheit). Ich jedenfalls will entweder feste und 100% monogame
Beziehung, oder gleich kennen lernen, ficken, nie wieder sehen. Aber
alles innerhalb des Bekanntekreises gibt emotionale Muellberge
(verseucht noch dazu) .
Denk’ mal drueber nach.
Haelst Du fremd gehen echt fuer OK solange es offen geschieht?
Oder hast Du nur Angst etwas zu verpassen/hintergangen zu werden?
Wer fremd gehen fuer OK haelt, aber dies nicht mit Fremden tut, der
weiss nicht so ganz was er will (dies soll Dir nicht vorn Karren
fahren, ist normal unter Milliarden beider Geschlechter, aller
Altersklassen und Orientierung. Wer heutzutage ganz genau weiss was
er will ist meistens im Krieg).
Behalt die Antwort fuer Dich selbst und Dein Leben, sie geht im Forum
niemanden etwas an, und das Netz vergisst langsam.
>
> > Keine Monogamie = keine Liebe ( alles andere ist Schwachsinn von
> > Machos oder Emanzen die den Gaertner ficken waehrend der Mann
> > arbeitet. NEIN! Dies ist nicht archaisch noch sonstwas.
>
> Nein, das ist auch einfach nur geschmacklos. Wenn man tatsächlich mal
> die Grenzen überschreitet und nicht monogam ist, dann nur auf
> anständige Weise. Nicht im Suff oder mit irgendwelchen Angestellten
> (ob Gärtner oder Praktikantin) oder “weil man es kann”.
>
Genau meine Rede.
Liebe merkt man ganz einfach: Wenn man nur den Partner haben will,
egal welche Sexbombe einem ein Angebot macht/Vom
Werbeplakat/Fernseher/Magazin aus anstrahlt.
Aesthetik und Attraktivitaet kann man zwar wertschaetzen, aber dabei
keine Anziehung empfinden.
“Weil man es kann” ist ein Zeichen gigantischer Verzweifelung durch
mediale Reizueberflutung, Neid, Minderwertigskeitkomplexe, usw..
> K.
>