Traum Liebe

24. September 2008

Ich liebe Bibliotheken! - Bibliotheksverband gegen Pay-per-View

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 21:10

liebem nichts in der Welt möchte ich meine Bibliotheken missen. Ich
spreche hier nicht unbedingt von den kleinen Stadtbibliotheken. Die
sind zwar ganz IO, wenn man die Ansprüche von Kindern und allgemein
interesssierte Menschen als Maßstab setzt, aber sobald man höhere
Ansprüche stellt, ist da - auch privatisiert - nicht zu machen. Ich
spreche von Staats- und Universitätsbibliotheken. Riesige Kathedralen
des Wissens, Schätze aus vergangenen Jahrhunderten. Lesen ist eben
mehr als nur Texterfassen. Das Gefühl der Seiten, der Geruch des
Papiers, die Texturen des Einbands, all das ist Lesen. Und mal
ehrlich, wer liest sich denn bitte längere Textem, an denen er ein
gewisses Interesse hat, onscreen durch? Das wird doch auch
ausgedruckt.
Nicht das ich hier falsch rüberkomme: Pay-per-View ist nicht der
Teufel. Als Wissenschaftler bin ich sogar darauf angewiesen, Artikel
online zu bekommen, weil die Print-Ausgabe erst in 4 Wochen ankommt.
Die PDFs stapeln sich auf dem PC. Aber wenn ich dann sehe, was einige
Verlage für den Content haben wollen, falls ich kein Abo habe, wird
mir schlecht. 30US$ sind da nicht selten für 5 Seiten Artikel. Das
würde sicher sinken, wenn man alles privatisiert, aber auch 20US$
sind mir zuviel, auch 10. Da hol ich mir das lieber über der Uni-Netz
und zahle mit meinen Steuern dafür mit.
Mal nebenbei: Digitalisierung ist ja schön, aber wenn man seit 500
Jahren so gearbeitet hätte, dann würden wir vermutlich gerade mal
wissen, was die letzten 100 Jahre passiert ist. Alle anderen Daten
wären nicht mehr lesbar oder aber die Lesegeräte wären kaputt. DAS
ist ein Vorteil von Büchern, den digitale Medien nur mit ständigem
Update schaffen würden. Und da es immer mehr Wissen gibt, wäre da
bald eine Schallgrenze erreicht.
IMHO,
Dracocephalus

jain, 90% Zustimmung - Die dunkle Seite der Liebe

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 19:03

liebe > Gaebe es mehr Maenner wie Dich (ohne Selbstbeweihraeucherung-auch
> > mich) dann gaebe es auch kein fremd gehen.
>
> > Nur als Vorbeugung fuer irgendwelche Poster oder Leser die meinen
> > fremdgehen sei kein Trennungsgrund:
>
> Es kommt drauf an. Jemand zu hintergehen ist einer. Es gibt aber auch
> Paare, wo fremdgehen (oder soll man eher “bekannt gehen” sagen, denn
> mit Fremden würde ich nie einfach ins Bett, das muß schon eine mir
> sehr vertraute Person sein) ok ist, weil es nicht “hintenrum”
> geschieht und deshalb nicht das Vertrauen zerstört.
Jain.
Ich weiss was Du meinst.
Aber die Erfahrung der letzten Dekaden hat gezeigt was diese
“offenen Beziehungen” am Ende bringen. Solange beide schoen,
attraktiv, gut gelaunt, gut versorgt, mit grossem Freundeskreis und
allen erdenklichen Annehmlichkeiten ausgestattet sind laeuft das mal
ne Weile.
Aber am Ende ist es in den meisten Faellen so, das einer am freien
Wochenende allein sitzt, und der andere naechste Woche (oder am
Abend/Urlaub/sonstwowas).
Bei dem Wort ‘Paare’ kann ich Dir nicht widersprechen, aber sehr wohl
bei dem Wort ‘LIEBEspaare”.
Dann tut’s naemlich immer einem von beiden weh.
Diese Art von Beziehungen sind in den ueberwiegenden Faellen sehr
’schoenwetterabhaengig’ .
Wie ich bereits schrieb: Liebe ist eine Menge, das man zufrieden ist
mit dem Partner dem man hat ist dabei ausschlaggebend. Wo soll sonst
die Beziehung/Liebe/Partnerschaft definiert sein? Das man 10
‘geliebte’ Frickfreunde onenightstands hat, und mit dem Favoriten
die Wohnung teilt zum Steuern sparen?
Man muss zu sich selbst sehr erhlich sein und fragen: “hab’ ich
Liebe, oder ficke ich eine(n) gute(n) Freund(in)? - wenn man fremd
geht, drueber nachdenkt, es will, oder wasauchimmer.
Das Konzept stammt aus den Ueberflusszeiten der 60er/70er.
Es gibt Sex, und ‘Liebe machen’.
Bei der Diskussion Sex von Liebe trennen, bzw. Sex ist nicht Liebe,
wird immer wieder ein Detail uebersehen.
Man nahm einst an, Liebe sei geistig, Sex sei koerpeliche Liebe.
Nach 40 Jahren sollten wir gelernt haben: Liebe ist geistig, ‘Liebe
machen’ is koerpeliche Liebe/Vernuegen/Seelische
Befriedung/nachgutduenkenhierhinzufuegen und Sex ist
Sport/Vergnuegen.
WENN man niemanden hat, mit dem man ‘Liebe macht’, DANN kann man
spontan Sex mit jemand anderem haben, keine Frage.
Aber man kann nicht der Person die man liebt und mit der man ‘Liebe
macht’ sagen: “Schatz, da wir Sex mit Liebe machen koennte er besser
nicht sein, aber heut abend fick’ ich woanders.”
- Haaehh? Logik?
Das ist absurd.
Wenn man Beduerfnisse nach jemand anderem hat, dann hat man eine
(bestenfalls gute) Freundschaft mit Vorteilen, aber keine Liebe, egal
wie man sich Liebe definiert/einredet.
Ausserdem mein guter Kalasch, mir faellt was auf hier, (keine
Kritik): Du haelst fremd gehen, wenn es denn ‘bekannt gehen’ ist fuer
legitimirbar, wuerdest aber niemals mit Fremden ins Bett gehen?
Hmmmm, klingt fuer mich sehr sensibel (positiv), heisst wohl aber
auch irgendwo - das gerne so wuerdest wie die Vielficker und es
emotional nicht kannst? (Das zeugt fuer mich von emotionaler
Gesundheit). Ich jedenfalls will entweder feste und 100% monogame
Beziehung, oder gleich kennen lernen, ficken, nie wieder sehen. Aber
alles innerhalb des Bekanntekreises gibt emotionale Muellberge
(verseucht noch dazu) .
Denk’ mal drueber nach.
Haelst Du fremd gehen echt fuer OK solange es offen geschieht?
Oder hast Du nur Angst etwas zu verpassen/hintergangen zu werden?
Wer fremd gehen fuer OK haelt, aber dies nicht mit Fremden tut, der
weiss nicht so ganz was er will (dies soll Dir nicht vorn Karren
fahren, ist normal unter Milliarden beider Geschlechter, aller
Altersklassen und Orientierung. Wer heutzutage ganz genau weiss was
er will ist meistens im Krieg).
Behalt die Antwort fuer Dich selbst und Dein Leben, sie geht im Forum
niemanden etwas an, und das Netz vergisst langsam.
>
> > Keine Monogamie = keine Liebe ( alles andere ist Schwachsinn von
> > Machos oder Emanzen die den Gaertner ficken waehrend der Mann
> > arbeitet. NEIN! Dies ist nicht archaisch noch sonstwas.
>
> Nein, das ist auch einfach nur geschmacklos. Wenn man tatsächlich mal
> die Grenzen überschreitet und nicht monogam ist, dann nur auf
> anständige Weise. Nicht im Suff oder mit irgendwelchen Angestellten
> (ob Gärtner oder Praktikantin) oder “weil man es kann”.
>
Genau meine Rede.
Liebe merkt man ganz einfach: Wenn man nur den Partner haben will,
egal welche Sexbombe einem ein Angebot macht/Vom
Werbeplakat/Fernseher/Magazin aus anstrahlt.
Aesthetik und Attraktivitaet kann man zwar wertschaetzen, aber dabei
keine Anziehung empfinden.
“Weil man es kann” ist ein Zeichen gigantischer Verzweifelung durch
mediale Reizueberflutung, Neid, Minderwertigskeitkomplexe, usw..
> K.
>

Ja! Ich liebe SCO! Wirklich! - SCO vs. …: Auf der Suche nach dem Stre…

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 11:02

ich-liebe-es-richtig-genommen-zu-werden-bin-lieb-und-schon-ganz-feucht-und-will-es-jetzt/1754″>liebeage an SCO_
(gewidmet HelpDesk)
Der Morgen kommt so naß und
grau
ich fühle mich mal wieder mau.
noch gestern habe ich gefeiert
doch heut wird furchtbar rumgeeiert.
So komme ich in das Büro
O weh
der Rechner will nicht so!
Ich fühle mich ja auch ganz lau
doch
Windoofs ist heut *richtig* blau!
Und als ins Intranet ich geh
nur
abgestürzte Server seh.
Und Daten sind heut ungeniert
schon wieder
einmal korrumpiert.
Doch möcht ich nicht im Gram versinken
seh ich
doch auch Hoffnung blinken:
Im Internet gibt es ja darum
zum Glück
auch noch das Heise-Forum.
Und dort erwart ich hoffnungsfroh
was
Neues über SCO,
die von Wahrheit unbeleckt
schon wieder etwas
ausgeheckt.
Was waren’s früher noch für Zeiten
als ich vorm
Fernsehr mußte leiden
weil immer wieder etwas kam
von “Dallas” und
dem “Denver-Clan”
Ich sagte nur “Was für ein Schei*!”
doch war das
wie ich heute weis
doch einfach absoluter Kult
allein, mir fehlte die
Geduld.
Ja, diese Serien sind von Platz
doch gibt es vollwert’gen
Ersatz:
Denn SCO ist besser gar
als J.R. und Alexia!
So wünsche ich
hiermit mal eben
der SCO ein langes Leben,
so daß die (weil total
verrückt)
mit weit’ren Folgen uns beglückt!
Grüßle aus Stuttgart:
Michael :) Schlußbemerkung[1]:
Und weil jetzt fast noch Freitag ist
hat die Muße mich geküßt
und wünsche hier und allen da
ein großes
fröhlich Trullala!
[1]: Ich hoffe, HelpDesk hat da kein Patent
drauf…

22. September 2008

Kinder im Netz… - Liebe macht blind

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 17:05

liebe ist eine Selbstverständlichkeit, dass eine Reportagereise nicht
> die Arbeit von einem Mann ist.
Aber sein Film stellt ihn so in den Mittelpunkt. Konnte Bednarz
besser.
> Solche Filmkritiken sind aber nicht Bestandteil der Wikipedia.
Klar, ich hätte es auch nicht rein.
> Irgendein Kind stellt dauernd die Wörter “Test Zensur” ein. Solche
> Leute werden durch diesen Telepolis-Artikel leider magisch angezogen.
Also vorhin war der Artikel gesperrt und seitdem habe ich nicht mehr
nachgeguckt. Irgendwann beruhigt sich das schon wieder.
> Das ist keine Lobhudelei, sondern ein schlichter biographischer Fakt.
Der Tonfall ist anders. Aber egal, mir ist das wurscht.
> Eine Lobhudelei war schon eher die “erfolgreiche” Programmreform im
> Hörfunk. Aber auch die ist weg.
Stimmt, wenn die überhaupt “erfolgreich” war (worüber man wohl
streiten kann), dann ist das nicht sein Verdienst sondern der von
Frau Piel. Die wesentlich weniger publicitysüchtig ist.
> Der bekannteste ARD-Mann ist er unter Garantie.
Bild ist auch die bekannteste Zeitung hierzulande :-)))
> Nach seinen
> öffentlichen Auftritten, die ich gesehen habe, ist er auch ziemlich
> beliebt.
Weil die Claqueure gut genug bezahlt wurden? Also mir stellt er sich
zu sehr in den Mittelpunkt, auch wenn das vielleicht so sein muß…
> Man vergleiche seine Presseclub-Moderationen mal mit denen
> von Peter Voss….
Na das ist ja wohl klar, ich bitte Dich…das liegt aber mehr an Voß
als an Pleitgen :-))))

Re: Der liebe IE… - Firefox besteht Acid-Test

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 16:30

>
> > Hat dir noch niemand gesagt, dass es VMWare Server ebenfalls
> > kostenlos gibt und dieses nicht nur seinerzeit bereits bedeutend
> > weiter entwickelt war, sondern auch aktiv weiterentwickelt wird?
>
> Hat Dir noch niemand gesagt, dass ich hier schon fleissig die Virtual
> PC 2007 Beta teste und der Virtual Server 2005 R2 den unstabilen
> VMWare Kram locker links liegen läßt?
Mal abgesehen davon, dass das Posting nicht an dich gerichtet war…
Jojo, genau so wird es sein. Der alte Virtual Server und die 2007er
VR PC Beta machen alle VMWare Produkte natürlich völlig nass. Die
übliche Qualität aus dem (jetzt) Hause Microsoft eben. ;) Vielleicht solltest du dir den VMWare Server ja auch einfach mal von
jemand anderem installieren lassen. Ich wüsste z.B. nicht, wie ich
ihn (oder Gastsysteme) installieren sollte um das Ganze instabil zu
bekommen. Das gleiche “Problem” haben wir übrigens auch in der Firma.
Sowohl ESX als auch VMWare Server laufen leider anstandslos. :(((
Vielleicht sollten wir ja auch mal auf Virtual PC und Virtual Server
umsteigen um mit den von dir geschilderten Problem gleichzuziehen. :) DaAzrael
Ps: War das jetzt gleich viel oder weniger Polemik? Oder war das
einfach nur ein leicht sarkastisches Posting bzgl. der lustigen
Geschichte mit den “instabilen” VMWare Produkten? Wer weis… ;)

Re: Liebe Privatsender! - ARD: Nur geringe Mehreinnahmen durch GEZ…

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 13:02

liebeh finde schon, dass es Zeit wird, das Konzept der öffentlich
> rechtlichen Grundversorgung zu überdenken. Der klassische Rundfunk
> hat so keine Zukunft.
Das Problem der ÖR ist nicht die technische Ausführung, sondern die
miesen Inhalte. Viele Leute wollen einfach nicht mehr die minder-
wertigen Inhalte zu einem überzogenen Preis bezahlen.
Meinst Du, daß die Inhalte der Sendungen besser werden, wenn der
Müll
jetzt ins Internet gekippt wird?
Ich glaube nicht, daß sich die Qualität der Sendungen heben wird.
Im Gegenteil, ich berfürchte, daß die ÖR Online-Games auch noch
als
Grundversorgung deklarieren und die Gelder der Gebührenzahler
in Form von Preisgeldern verschwenden werden.
Die ÖR sind nur noch ein riesiger geldverschwendender Moloch, der
sich mit Hilfe des Staates maßlos in den Taschen der Bürger bedienen
will.
> Die ÖR müssen sich verstärkt in den neuen Medien präsentieren und die
> Finanzierung sollte das auch berücksichtigen.
Nein.

21. September 2008

Wa(h)re Liebe - EMMA-Leserinnen proben den interaktiven …

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 12:07

liebeim Zappen bin ich mal bei der Diskussion Schwarzer mit Veronika
> Feldbusch hängengeblieben. Für richtig doof habe ich die Feldbusch
> noch nie gehalten, aber dass Veronica Feldbusch die Schwarzer verbal
> nach Punkten haushoch besiegt hat, das hätte ich nie gedacht.
Sehe ich eher nicht so. Gerade dort war die Argumentation der
Schwarzer doch schon felsenfest, daß gerade die Feldbusch ein
klassisches Beispiel ist, wie sich Frauen zu einem Lustobjekt in
einer männerdominierten Gesellschaft “hochdienen” können. Da kann die
Feldbusch noch so selbstbewußt sein, wie sie will, die Männer machen
die Spielregeln. Und das war es, was die Schwarzer ankreidete.
> Da ist Kritik an der selbsternannten Erfinderin des deutschen
> Feminismus überhaupt nicht gerne gesehen.
Das gilt nicht nur für die Schwarzer. Auch andere Feministinnen sind
meistens sehr argumentresistent, da kenne ich leider zu viele
Beispiele.
> Was mir allerdings das größte Rätsel ist, ist das Bestreben, die
> eigenen sexuellen Praktiken/Vorlieben (die eigentlich niemanden,
> ausser dem Partner etwas angehen) bei einer, wie auch immer gearteten
> “Obrigkeit” “legitimieren” zu lassen.
>
> Ist das ein Ausdruck von Unselbstständigkeit, mangelndem
>
Selbstbewusstsein oder ist das mal wieder “typisch Deutsch” ?
Ich glaube, Du hast den Artikel/die Diskussion nicht ganz verstanden:
Es geht nicht um die Bitte einer Erlaubnis der SMlerInnen, sondern
die Masochistinnen haben ihre sexuellen Praktiken als Beispiel
genannt, daß Sex auch bewußt mit einer devoten Rolle ausgelebt werden
kann, im “normalen” Leben aber die Frau schon emanzipiert auftreten
kann. Es geht nur um die Entkräftung der Pornografie-These der EMMA.
Genauso läßt sich eben auch Pornografie nicht mehr eindeutig in die
Männer-Ecke schieben, da gibt es schon genügend “Von Frauen für
Frauen”-Pornos in allen Varianten und Spielarten.
Bis denne,
label.

20. September 2008

Weihnachten, Liebe - Showdown unterm Tannenbaum

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 22:06

liebest der Unterschied zwischen körperlicher und emotionaler Liebe?
Wenn man es empirisch betrachtet, dann ist emotionale Liebe das
Produkt vieler reglos auf eine Mattscheibe gestierter Fernsehabende,
in denen wir gelernt haben, auf Befehl Hass, Angst, Rührseligkeit und
noch ein paar andere mehr oder weniger differenzierte Gefühle zu
empfinden. Es ist ein endliches Reservoir durch Gewohnheit gelernter
biochemischer Funktionen, welche beim ungeschützten
Aufeinanderprallen in einem geschlossenen System, wie es der
Weihnachtsabend darstellt, sich in ihre ursprüngliche Substanz -
Aggression - wieder zurückverwandeln und dabei giftige
Abfall-Produkte freisetzen.
Körperliche Liebe hingegen, der auch emotional weitaus intensivere
instinktive Austausch von Körpersäften durch das Aneinanderreiben von
Geschlechts- und sensiblen Körper-Teilen ist das Produkt einer
Jahrmillionen währenden evolutionären Entwicklung, der Ausgleich
einer Spannung von Kräften, die von einem Ende des Universums bis zu
seinem anderen Ende reichen. Und ist die Spannung einmal aufgehoben,
dann stellt sich sattes Gefühl der Zufriedenheit ein, träges
Dahinschaukeln im Halbdunkel eines erlöschenden Christbaums.
Wäre da nicht noch etwas anderes: ein fernes Getöse wie jenes, von
dem Cornet Christoph Rilke erzählte. Es hört sich an wie das Rauschen
von Bächen voller Blut, das leise Gestöhn sterbender Kinder, der
herüberwehende feine Geruch verbrannten Fleisches, der salzige
Geschmack von Blut, das auf geborstenen Stahlfetzen zerrinnt. Es ist
das leise Absterben eines Bandes, das Menschen auf dem tiefen Grund
eines hinter der Wirklichkeit verborgenen und deshalb ungesehenen
Meeres von kühlendem Dunst verbindet.
Ja, das Fühlen dieses Bandes, das verzweifelte Zerren und Rütteln an
diesem Band, bis man selbst an dem teilnimmt, was sichtbare Pixel auf
einer Mattscheibe verschweigen - ist das Liebe?

19. September 2008

Sozialverhalten generell - Liebe unter Verwandten

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 07:04

liebeh habe schon viele verschiedene Dokumentationen über einzelne
> Schimpansengruppen gesehen, die jeweils ein völlig anderes
> Sozialverhalten aufweisen. Ich denke der Schimpanse ist zu weit
> entwickelt, als dass man ihm ein generell einheitliches
> Sozialverhalten unterstellen könnte. Vieles ist von Gruppe zu Gruppe
> unterschiedlich und wird von Generation zu Generation durch Erziehung
> weitergegeben.
Sozialverhalten bei Säugetieren ist immer eine Mischung aus ererbtem
und anerzogenem Verhalten. Sind halt keine Insekten, und beobachten
kann man das z.B. schon bei Kühen oder Schweinen …
> Fragwürdig finde ich auch, inwieweit ein Vergleich des menschlichen
> Sozialverhaltens mit dem von Schimpansen überhaupt möglich ist. Der
> Mensch zeigt nämlich meiner Meinung nach kein natürliches
> Sozialverhalten mehr. Es gibt in unserer Zivilisation einfach zu
> viele Institutionen und künstlich geschaffene Regeln. Einige wenige
> Individuen, die Macht besitzen, können diese Regeln festlegen und
> damit indirekt auch das Sozialverhalten der anderen verändern.
Das ist klar. Aber generell neigt der Mensch sehr stark zu
Paarbindung. Das hat durchaus nicht nur anerzogene Aspekte, sondern
Menschen gehören zum Beispiel zu den Säugtieren, bei denen sich ein
Zustand einstellt, den wir als “Verliebtheit” kennen. Das ist
durchaus etwas genetisch bedingtes und keinesfalls anerzogen. Bei
Schimpansen findet man das ansatzweise auch schon: Junge Männchen
versuchen dabei oft, ein einzelnes Weibchen Tage vor ihrer
fruchtbaren Zeit alleine in den Urwald auf eine Art “Erlebnistrip” zu
locken. Das ist zwar gefährlich für beide, da der Schutz der Gruppe
wegfällt. Andererseits steigert das Männchen so die Chance, daß er
der einzige ist, mit dem sich das Weibchen ein paar Tage lang während
der fruchtbaren Zeit paaren wird. Selbst für das Weibchen ist diese
Situation von Vorteil, da die Wahrscheinlichtkeit, von dem Ausflug
mit einer Trächtigkeit zurückzukommen scheinbar höher ist, als wenn
sie in den wenigen Tagen ihrer fruchtbaren Zeit in der Gruppe zigmal
von allen Männchen der Gruppe begattet wird.
Die einzigen Säugetiere, die etwas ähnliches wie die menschliche
Verliebtheit entwickelt haben sind vielleicht Elefanten, dort machen
Bullen auch mehrmals in ihrem Leben einen Zustand durch, den die
Inder “Mush” nennen und der vergleichbare Aspekte bietet wie die
Verliebtheit eines Mannes in eine Frau; bei den Elefanten ist es aber
eher eine Art “Paarungszeit” des Bullen, weil ein Elefantenbulle
außerhalb der Mush nicht viel Lust und Bereitschaft zeit, sich mit
einer paarungsbereiten Kuh zu einem Stelldichein zu begeben.
Gleichwohl hat unser Sozialverhalten auch viele anerzogene Aspekte,
wie z.B. die Geschichte, daß in unserer Moralvorstellung eine Ehe ein
ganzes
Leben zu dauern hat. Ein Beweis, daß dem nicht immer so war
sind einfach die in praktisch allen Gesellschaften existierenden
Scheidungsregeln.
Inwieweit Schimpansen zur Kommunikation fähig sind ist übrigens auch
nicht ganz geklärt. Fraglich ist, inwieweit sie z.B. in der Lage
sind, Mitglieder der Gruppe über vergangene Ereignisse zu berichten
(z.B. Leopardenüberfälle an einer ganz bestimmten Stelle, wenn diese
wieder besucht wird).
Gruß, Axel

18. September 2008

Interessante Geschichte - Liebe unter Verwandten

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 19:04

liebeinde die Geschichte interessant, aber das ganze beleuchtet nur
einen reinen Teilaspekt der Entstehung des Menschen:
a) neben den genetischen und äußerlichen Unterschieden zwischen
Mensch und Schimpanse gibt es weitaus gravierendere im
Sozialverhalten und auch bei der Wahl der Nahrung sowie des
Lebensraums. Wie steht das in Zusammenhang mit den genetischen
Merkmalen (z.B. leben die Schimpansen in relativ wenig hierarchisch
gegliederten Gruppen, sexuelle Aktivität besteht nur mit
fortpflanzungsfähigen Weibchen (dann betätigen sich aber alle
Männchen der Gruppe mit den “interessanten” Weibchen), Schimpansen
jagen nur sehr selten, sind wasserscheu und leben in waldreichen
Gebieten - der Mensch lebt in sozialen Gruppen, die eine gewisse
Hierarchie zeigen, es findet Paarbildung statt und innerhalb der
Gruppe gibt es noch eine zusätzliche soziale Struktur, nämlich die
Familie, der Mensch liebt das Wasser, kann als einziger Primat gut
schwimmen, ist ein erfindungsreicher Jäger und Fischer und Vorfahren
des Menschen haben früher wohl bevorzugt die Uferregionen besiedelt)
b) Schimpansen haben eine andere Chromosomenzahl als Menschen.
Spätestens, als die Chromosomenzahl voneinander abwich, war es mit
der Möglichkeit vorbei, gemeinsame, fortpflanzungsfähige Nachkommen
zu haben: Die F1-Generation ist dann mit einer ungeradezahligen
Chromosomenzahl versehen, so daß in aller Regel weder mit anderen
F1-Exemplaren noch mit Spezies der beiden Elterngruppen lebensfähige
Nachkommen gezeugt werden können. Wobei man heute auch beim Menschen
verschiedene Genomvariationen kennt, bei denen z.B. Gene von
Chromosom a auf Chromosom b gewandert sind und diese beiden
Chromosomen nur gemeinsam weitergegeben werden dürfen, sonst kommt es
zu schweren Mißbildungen bei den Nachkommen.
Also alles nicht so trivial, wie es in der Zusammenfassung erscheint.
Vor allem interessant ist die Frage, ab wann sich aus zwei Unterarten
wirklich zwei Arten entwickelt haben. Und ich weiß auch zu wenig, in
wie weit sich im Entwicklungszeitraum des Menschen die Schimpansen
verändert haben. Zudem gibt es zwei komplett unterschiedliche
Unterarten von Schimpansen, die zweite nannte man mal
Bergschimpansen, heute hat sich der Name Bono-Bono durchgesetzt -
diese zeigen ein ganz anderes Sozialverhalten als die klassischen
Schimpansen, nähmlich ähnlich wie beim Menschen paaren sich die
Weibchen auch außerhalb der empfängnisbereiten Zeit mit den Männchen,
dafür ist aber wie bei den Schimpansen keine Paarbindung vorhanden,
in den Bono-Bono-Gruppen wird also mehr oder weniger mehrmals am Tag
Sex zwischen den Individuen praktiziert, und das z.B. auch zum
Aggressionsabbau (wo andere Primaten sich lausen würden…), oder
ähnlich wie man es beim Menschen findet bieten sich Bono-Bonos einem
Gruppenmitglied
auch schon mal als Sexualpartner an, wenn sie von ihm
z.B. irgendwelche Leckereien abstauben wollen, sozusagen Prostitution
auf äffisch (ist aber im Tierreich generell nichts völlig
ungewöhnliches, manche Pinguinweichen gehen für ein paar Steine auf
den Strich…).
Gruß, Axel

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